Tödliche Fluchtversuche am ‚Eisernen Vorhang‘

Impulsvortrag und Podiumsgespräch
Dienstag, 18. Juni 2019 | 19.00 Uhr

Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin
Eintritt frei | keine Anmeldung erforderlich

Wie viele Menschen an der innerdeutschen Grenze durch das Grenzregime der DDR zu Tode kamen, ist nach wie vor umstritten. Wie stellt sich der Kenntnisstand zu den Grenzen osteuropäischer Staaten dar, an denen sowohl DDR-Bewohner als auch Bürger dieser Staaten Fluchtversuche unternahmen? An Bulgariens Grenzen versuchten zum Beispiel 2.000 Ostdeutsche Richtung Westen zu fliehen. Mehrere Hundert schlugen den Weg über Rumänien ein – in der irrigen Annahme, dass die Grenzüberquerung in diesen Ländern weniger gefährlich sei.

Der Journalist Hans Steiner und der Historiker Dr. Christopher Nehring legten zu den tödlichen Fluchtversuchen am Eisernen Vorhang wichtige Forschungsergebnisse vor. Mit Dr. Georg Herbstritt diskutieren sie, warum hier weiterhin Forschung und Aufarbeitung notwendig sind.

PROGRAMM:
Begrüßung: Johann Schöpf, Stv. Vorsitzender des Fördervereins der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Impuls: Ernst Meinhardt, Journalist
Podium: Dr. Georg Herbstritt, Wiss. Mitarbeiter beim BStU; Dr. Christopher Nehring, Wiss. Leiter Forschung, Spionagemuseum Berlin; Hans Steiner, Journalist und Autor

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Lizenz zum Spionieren. Alliierte Militärmissionen in Potsdam

Kurzvortrag und Podiumsgespräch
Donnerstag, 20. Juni 2019 | 18.00 Uhr

Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam
www.potsdam-museum.de

Eintritt frei | keine Anmeldung erforderlich.
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

Die drei west-alliierten Militärverbindungsmissionen (MVM) gehörten in der Zeit des Kalten Krieges zum Stadtbild Potsdams. Von ihren dortigen Hauptsitzen starteten die MVM in Fahrzeugen mit besonderen Kennzeichen ihre Erkundungstouren durch die DDR. Ziel war es, vor allem das militärische Potenzial des Gegners aufzuklären. Die sowjetische MVM war im Gegenzug zu Erkundungsfahrten in der Bundesrepublik berechtigt. Auf die Aufgaben und Rechte der Missionen hatten sich die vier Siegermächte in Nachkriegsabkommen verständigt. Überschreitungen und Zwischenfälle gab es im Laufe der Jahrzehnte jedoch auf beiden Seiten.

Nach einem einführenden Kurzvortrag über die Militärverbindungsmissionen geben vier ehemalige MVM-Angehörige Einblicke in die alltägliche Praxis mit der Lizenz zum Spionieren.

PROGRAMM:
Einführungsvortrag: Söhnke Streckel, Journalist und Autor
Podiumsgespräch mit den Zeitzeugen Nigel Dunkley (Großbritannien), Lawrence Kelley (USA), Daniel Pasquier (Frankreich) und Sergei Savchenko (Russland)
Moderation: Dr. Jörg Morré, Direktor Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

In Kooperation mit dem Alliierten Museum, dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Einladung als PDF

Weitere Informationen zu unseren Veranstaltungen: http://www.berliner-mauer-gedenkstaette.de/de/veranstaltungen-1286.html

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